Gebrauchtwagen verkaufen
Wer seinen Gebrauchtwagen verkaufen will, achtet besonders auf die Sicherheit. Der Weg führt über den privaten, lokalen Verkauf, oder über den überregionalen Verkauf im Internet. Sein Auto seriös anzubieten, ist jedoch ein Anliegen, welches jedem Verkäufer am Herzen liegt. Da die Unsicherheit durch die Vielzahl an Angeboten groß sein kann, ist es besonders wichtig, gezielt auf Qualitätsstandards zu achten.
Sicher Gebrauchtwagen verkaufen mit seriösen Partnern
Wie auch schon beim Kauf von sonstigen Gütern, so sind auch beim Verkauf von Gebrauchtwagen seriöse Partner und unabhängige Zertifikate immer ein gutes Zeichen von Vertrauenswürdigkeit. Achtet der Verkäufer auf diese Markenauszeichnungen, ist er ein gutes Stück weit entfernt davon, auf billige Maschen und unseriöse Verkaufsmöglichkeiten hereinzufallen. Damit Sie vor dubiösen Anbietern bewahrt bleiben, achtet der Service von carsale24 darauf, dass Sie Ihren Gebrauchtwagen sicher verkaufen.
Gebrauchtwagen Ankauf: Die Risiken
Alle der folgenden Risiken beim selbst organisierten Gebrauchtwagenverkauf bzw. Ankauf können Sie mit dem kostenlosen Service von carsale24 umgehen:
Gewährleistungspflicht
Private Autoverkäufer können die sogenannte Sachmangelhaftung für Gebrauchtwagen beim Ankauf grundsätzlich im Kaufvertrag ausschließen. Im Vertragstext sollte dafür ein Haftungsausschluss mit der folgenden Formulierung vorhanden sein:
Das Kraftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft.
Aber Achtung, nicht nur Autohändler unterliegen der gesetzlichen Gewährleistungspflicht: Alle Gewerbetreibenden, also Groß- und Kleingewerbe, Freiberufler und Selbstständige aller Art, müssen beim Autoverkauf für mindestens 12 Monate die Sachmangelhaftung für Gebrauchtautos übernehmen! Für alle Fahrzeugmängel, die bei der Übergabe vorhanden waren, muss ein gewerblicher Verkäufer die Verantwortung übernehmen. Als Ausnahme gelten lediglich normale Verschleißschäden oder altersbedingte Materialermüdung.
Termine & Probefahrten
Als privater Autoverkäufer müssen Sie entweder Ihre örtlichen Händler abtelefonieren oder Anrufe auf Ihr Inserat entgegennehmen. Beides kostet Ihre wertvolle Freizeit. Besonders bei erster Variante liegen die Nerven dann schnell blank und aus Zeitmangel wird oft dem erstbesten Händler der Wagen für einen unbefriedigenden Preis verkauft. Wenn Sie an Private verkaufen, müssen Sie viele Besichtigungstermine mit ungewissem Ausgang über sich ergehen lassen. Hinzu kommt, dass bei etwaigen Probefahrten Ihr Auto beschädigt oder im Extremfall sogar gestohlen werden könnte.
Der Verkaufspreis
Beim Gebrauchtwagenverkauf liegen Preisverhandlungen in der Natur der Sache. Der Autokäufer möchte möglichst günstig einen neuen Wagen kaufen und spielt deshalb den Wert des zu verkaufenden Fahrzeugs herunter. Der Autoverkäufer hingegen möchte, insbesondere wenn er das Geld zum Kauf eines neuen Fahrzeugs benötigt, einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen und wird kleinere Mängel verschweigen oder sogar zu kaschieren versuchen. Hier kann auf keiner Seite von einer „Fairen Fahrzeugbewertung“ gesprochen werden. Gerade Autohändler, die natürlich am Weiterverkauf Ihres Fahrzeugs verdienen möchten, werden versuchen Ihnen Ihren Wagen für einen geringeren Preis abzukaufen als dieser vielleicht objektiv bewertet wert wäre. Dies kann den Händlern jedoch nicht zwingend als Böswilligkeit oder Gewinnsucht ausgelegt werden, da auch diese wissen, dass vermutlich kleinere Reparaturen auf Grund von verschwiegenen Mängeln oder auszutauschenden Verschleißteilen beim Erwerb der Fahrzeugs miteinkalkuliert werden müssen.
Vorsicht bei Tachomanipulation
Bitte manipulieren Sie vor dem Verkauf nicht am Kilometerstand Ihres Fahrzeugs herum. Es ist allgemein bekannt, dass sich bei ausnahmslos allen Autos, insbesondere bei älteren Modellen, der Tachostand verändern lässt. Selbst wer von solchen Manipulationen keine Ahnung hat, kann dies meist von den „Automechanikern des Vertrauens“ für 50€ erledigen lassen. Doch wer hier versucht mehr Geld für seinen Gebrauchtwagen zu ergaunern, den kann dies seit dem 17. August 2005 teuer zu stehen kommen. Durch den Paragraphen 22 b des Straßenverkehrsgesetzes kann eine Person, die den Tachostand eines Fahrzeugs ändert, mit einer Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft werden. Beim Autoverkauf haben also Lügen kurze Beine, wenn eine Tachomanipulation nachgewiesen werden kann. Gerade Händler mit eigener Werkstatt oder auch in der Materie bewanderte Privatleute können einen solchen Betrug leicht aufdecken. Sollten Sie an einem Fahrzeug zweifel an der Echtheit des Kilometerstandes haben, dann ist es empfehlenswert die typischen Abnutzungsspuren zu prüfen. Pedale, Schaltknauf, Sitzpolster und die Polsterung des Lenkrads sind bei hoher Kilometerlaufleistung abgenutzt. Stark abgenutzte Pedale bei einem Gebrauchtauto sind ein Hinweis auf eine hohe Kilometerlaufleistung. Risse an der Ledereinfassung der Gangschaltung oder ein abgenutzter Teppich unter Gas- und Bremspedal weisen ebenfalls auf eine hohe Kilometerlaufleistung hin.
Gebrauchtwagen - Typische Mängel
Alte Fahrzeuge weisen bei täglicher Nutzung Mängel auf. Viele Fahrzeugteile verschleißen und müssen gegebenenfalls vor dem Verkauf des Autos ersetzt werden – Anderenfalls würden die Mängel wahrscheinlich zu einer Preissenkung beim Verkauf des Fahrzeugs führen. Je nach Fahrzeughersteller tauchen die Defekte oder Mängel bei Gebrauchtwagen unterschiedlich häufig auf. Um einen generellen Check des alten PKW machen zu können, sollten Sie zumindest die folgenden Punkte bei einer Begutachtung des Fahrzeugs beachten:
- Roststellen entstehen häufig an den Kotflügeln, Schlössern oder am Kofferraum des Fahrzeugs. Achten Sie hier auf Bläschenbildung unter dem Lack – Dies bedeutet, dass der Rost auch unterhalb der Oberfläche voranschreitet.
- Ausgeschlagene Aufhängungsteile können Sie eigentlich nur mit einem Fachmann und einer Hebebühne ausfindig machen. Ein Indiz für eine defekte Aufhängung ist merkbar großes Spiel in der Lenkung.
- Der Endschalldämpfe oder Auspuff des Gebrauchtwagens ist ein Verschleißteil. Sollte dieser sehr laut und defekt sein, dann ist es kein großer beziehungsweise teurer Mangel. Diese offensichtlichen Schäden lassen den möglichen Verkaufspreis vom Auto schnell sinken.
- Vergleichen Sie Abnutzungsspuren der Pedale, des Schaltknauf, und des Lenkrads mit der Kilometerlaufleistung. Sollten auf dem Tacho nur wenige zehntausend Kilometer angegeben sein, die Pedale aber stark abgenutzt erscheinen, dann könnte das ein Zeichen für eine Tachomanipulation sein.
- Risse in den Reifen, die Profiltiefe und der allgemeine Zustand der Reifen könnte ebenfalls Rückschlüsse auf die sonstige Pflege des Fahrzeugs geben.
Die oben genannten Tipps helfen Ihnen dabei, auf die Schwachstellen Ihres Autos vor einem Verkauf einzugehen. Bringen Sie die Schäden vor dem Ankauf des Autos in Ordnung, damit Sie eine solide Grundlage für einen hohen Verkaufspreis haben. Sollten Sie einen Gebrauchtwagen kaufen wollen, dann helfen Ihnen die Punkte dabei die möglichen Fahrzeugmängel zu finden und keinen zu hohen Preis für das Fahrzeug zu bezahlen.
Vorbereitung auf den Verkauf
Bei der Vorbereitung des Kaufs oder Verkaufs eines Automobils sollte man sich mit den Rahmenbedingungen vertraut machen. Wir möchten Ihnen dabei helfen wichtige Punkte zu beachten.
Gebrauchtwagen Check: FIN, Kfz-Papiere, Scheckheft
Beim Kauf eines Gebrauchtwagens sind die rechtlichen Grundlagen sehr wichtig. Um sicher zu sein, dass mit dem Fahrzeug und den Papieren alles in Ordnung ist, sollten Sie diese vor dem Kauf überprüfen. Hintergrundinformationen zur FIN, den Zulassungsbescheinigungen und dem Checkheft werden im Folgenden geliefert.
Die Fahrzeugpapiere
Die zum gebrauchten Auto zugehörigen Papiere bestehen aus zwei Teilen.
- Die Zulassungsbescheinigung Teil 1, die auch als Fahrzeugschein bekannt ist
- Zulassungsbescheinigung Teil 2, der so genannte Fahrzeugbrief
Beim Verkauf des Gebrauchtwagens müssen beide Dokumente dem Käufer überlassen werden. Bei Verlust der Papiere können diese bei der Zulassungsstelle neu beantragt werden.
FIN - Fahrzeugidentifikationsnummer
Die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN), üblicherweise auch aus dem englischen Begriff Vehicle Identification Number (VIN) bekannte Abkürzung, ist eine eindeutige Zahlen-Buchstaben Kombination zur Identifikation des Fahrzeugs. Weltweit gibt es zwei Arten der Normen, die zur Vergabe der Fahrzeugidentifikationsnummer genutzt werden. Fahrzeughersteller aus Nordamerika nutzen ein anderes Bezeichnungssystem als die Hersteller der Europäischen Union, welches jedoch mit dem Aufbau vergleichbar ist. Für Sie als Gebrauchtwagenkäufer ist nun wichtig zu wissen, wo Sie die FIN am Fahrzeug, sowie in den Fahrzeugpapieren finden.
Fahrzeugidentifikationsnummer bei Gebrauchtautos
Bei einem Gebrauchtwagenverkauf oder – kauf ist es wichtig die Fahrzeugidentifikationsnummer des Fahrzeugs mit den Papieren abzugleichen. Nur so können Sie sich sicher sein, dass die Papiere auch zu diesem Fahrzeug gehören. Die FIN finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) auf der zweiten Seite unter der Ziffer 4 oder im Feld „E“. Diese Identifikationsnummer müssen Sie nun mit der am Fahrzeug vorhandenen Nummer vergleichen. Ein Beispiel dieser Nummer finden Sie in dem nebenstehenden Bild.
Wo befindet sich die FIN Nummer am PKW?
Ehemals wurde bei Autos eine Fahrgestellnummer an verschiedenen Stellen des Fahrzeugs gestanzt. Mittlerweile besitzen nahezu alle Fahrzeuge eine selbsttragende Karosserie, welche verschiedene geeignete Stellen für die Anbringung der Identifikationsnummer bietet. Je nach Hersteller unterscheiden sich die Lagen der FIN, wahrscheinlich ist es aber, dass die Nummer an mehreren der folgenden Stellen am PKW angebracht wurde:
- Im Motorraum an der Front des Autos.
- Auf der Seite des Beifahrers auf dem Trittblech.
- Auf dem Typenschild an der B-Säule des Fahrzeugs.
- Von außen sichtbar hinter der Windschutzscheibe am unteren Rand.
In der Zeichenfolge der FIN werden übrigens drei Buchstaben nicht benutzt:
Hierbei handelt es sich auf Grund der hohen Verwechslungsgefahr mit den Ziffern „0“ und „1“ um die Zeichen Q, I, und O.
Der Gebrauchtwagen ist scheckheftgepflegt - Was bedeutet das?
Das äußere Erscheinungsbild eines Autos ist schnell zu beurteilen. Kratzer, Dellen und Abnutzungsspuren können ohne großes Fachwissen diagnostiziert und in die Preisverhandlung einbezogen werden. Der technische Zustand des Fahrzeugs ist für einen Käufer hingegen nur schwer zu erkennen. Der Zustand der Bauteile und der Elektronik ist nur mit Hilfe einer gewissen Fachkenntnis zu beurteilen, geschweige denn überhaupt zu bewerten. Um eine solide Grundlage für Preisverhandlungen zu haben, ist es hilfreich ein gepflegtes Checkheft vorweisen zu können. Der Sinn dieser Unterlagen: Autorisierte Werkstätten tragen ihre Service-Arbeiten in das Checkheft ein. Die regelmäßige Einhaltung der Serviceintervalle ist die Voraussetzung der Einhaltung der Gewährleistung der meisten Automobilhersteller. Wurde der Gebrauchtwagen regelmäßig auf alle wichtigen Funktionen hin geprüft, dann ist der Zustand des Wagens in der Regel besser als ohne gepflegtes Checkheft. Für Gebrauchtwagenverkäufer bedeutet dies ein gutes Argument um den Verkaufspreis zu rechtfertigen und für Käufer ist dies ein Indiz dafür, dass der Zustand des Autos nachweisbar gut ist. Ein gepflegtes Scheckheft ist beim Autoverkauf ein Vorteil für beide Parteien.